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Eine Harmonie der Samuel-,
Könige- und Chronikbücher

nach der revidierten Elberfelder Bibel von 1985


Cover: Eine Harmonie der Samuel-Chronikbücher
Seiten: 401
ISBN: 978-1-73155-198-6
Copyright der revidierten Elberfelder Bibel: Elberfelder Bibel 1985, © 1985 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen.

EBook (1. Aufl. 20. Nov. 2018) Bestellmöglichkeit:
"AT-Harmonie" - für Kindle
Buch (1. Aufl. 19. Nov. 2018) Bestellmöglichkeit:
"AT-Harmonie" - 7x10"


Hatten Sie schon einmal den Wunsch, nur eines der Samuel-, Könige- oder Chronikbücher zu lesen und dabei keine Information der anderen Bücher zu versäumen?

"Eine Harmonie der Samuel-, Könige- und Chronikbücher" ist "Die biblische Geschichte des Volkes Israel während der Zeit der Könige" und beinhaltet chronologisch geordnet und ineinander verwoben sowohl die Samuel- als auch die Könige- als auch die Chronikbücher.

"Eine Harmonie der Samuel-, Könige- und Chronikbücher" ist aber auch ein Nachschlagewerk mit hilfreichen Tabellen, welche die zeitliche und geografische Einordnung der Geschichte des Volkes Israel während der Zeit der Könige ermöglichen.

Die Einführung beinhaltet zusätzlich eine "chronologische Zusammenstellung des Alten Testaments" und einen "kurzen Abriss der Geschichte zwischen den Testamenten".

Jeder Textabschnitt lässt sich direkt dem biblischen Originaltext zuordnen, Wortvarianten der parallelen Texte werden mit aufgeführt.

Der Verfasser versucht, vermeintliche Widersprüche zu klären.

"Eine Harmonie der Samuel-, Könige- und Chronikbücher" hält sich an die Texte der rev. Elberfelder Bibelübersetzung von 1985.

Fazit: Ein unentbehrliches und bibeltreues Lese- und Nachschlagewerk zur Geschichte Israels!

Überblick

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Kurze Einführung in die Samuel-, Könige- und Chronikbücher

  1. Allgemeines
  2. Verfasser
  3. Die Zeit der Ereignisse
  4. Zweck
  5. Einteilung
  6. Vermeintliche Widersprüche
  7. Chronologische Zusammenstellung des Alten Testaments
  8. Kurzer Abriss der Geschichte zwischen dem Alten und dem Neuen Testament

Tabellen

Einleitende Bibelworte

Harmonie der Samuel-, Könige- und Chronikbücher

Anhang: Stellenregister zu den Samuel-, Könige und Chronikbüchern

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Teil 1: Von Adam bis zu den Nachkommen Salomos

Nachkommen Adams bis zu den Nachkommen der Söhne Noahs
1. Chronik 1,1-23:

[Zur besseren Übersicht habe ich die Namen, die im Stammbaum wieder aufgegriffen und ausführlicher weitergeführt werden, in "fetter" Schrift wiedergegeben!]

Übersicht:
1,1-4 Die Urväter bis zur Sintflut
1,5-7 Die Jafetiten
1,8-16 Die Hamiten
1,17-23 Die Semiten

Die Urväter bis zur Sintflut
1. Chronik 1,1-4 - vgl. 1. Mose 5,1-32; Luk. 3,36-38:

1 Adam, Set, Enosch, 2 Kenan, Mahalalel, Jered, 3 Henoch, Metuschelach, Lamech, 4 Noah, Sem, Ham und Jafet.

Die Jafetiten
1. Chronik 1,5-7 - vgl. 1. Mose 10,1-5:

5 Die Söhne Jafets:
Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Meschech und Tiras.
6 Und die Söhne Gomers: Aschkenas und Rifat und Togarma.
7 Und die Söhne Jawans: Elischa und Tarsis, die Kittaer und die Rodaniter.

Die Hamiten
1. Chronik 1,8-16 - vgl. 1. Mose 10,6-20:

8 Die Söhne Hams:
Kusch und Mizrajim, Put und Kanaan.
9 Und die Söhne von Kusch: Seba und Hawila und Sabta und Ragma und Sabtecha. Und die Söhne Ragmas: Saba und Dedan. 10 Und Kusch zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger auf der Erde zu sein.
- 11 Und Mizrajim zeugte die Luditer und die Anamiter und die Lehabiter und die Naftuhiter 12 und die Patrositer und die Kasluhiter, von denen die Philister ausgegangen sind, und die Kaftoriter {andere übersetzen nach Textkorrektur: und die Kasluhiter und die Kaftoriter, von denen die Philister ausgegangen sind.}. -
13 Und Kanaan zeugte Sidon, seinen Erstgeborenen, und Het 14 und den Jebusiter und den Amoriter und den Girgaschiter 15 und den Hiwiter und den Arkiter und den Siniter 16 und den Arwaditer und den Zemariter und den Hamatiter.

Die Semiten
1. Chronik 1,17-23 - vgl. 1. Mose 10,21-32:

17 Die Söhne Sems:
Elam und Assur und Arpachschad und Lud und Aram und Uz und Hul und Geter und Masch.
18 Und Arpachschad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Eber. 19 Und Eber wurden zwei Söhne geboren: der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt {teilte sich die Bevölkerung der Erde}; und der Name seines Bruders war Joktan.
20 Und Joktan zeugte Almodad und Schelef und Hazarmawet und Jerach 21 und Hadoram und Usal und Dikla 22 und Obal und Abimael und Saba 23 und Ofir und Hawila und Jobab; diese alle waren Söhne Joktans.

Usw. ...

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Teil 2: Die Stämme Israels

Der Stamm Juda
1. Chronik 4,1-23:

[Die Verse 1-8 stellen eine Ergänzung zu Kapitel 2 dar.]
1 Die Söhne Judas: Perez, Hezron und Karmi und Hur und Schobal.
2 Und Reaja, der Sohn Schobals, zeugte Jahat; und Jahat zeugte Ahumai und Lahad. Das sind die Sippen der Zoratiter. -
3 Und diese sind von dem Vater Etams: Jesreel und Jischma und Jidbasch; und der Name ihrer Schwester: Hazlelponi; 4 und Pnuel, der Vater Gedors; und Eser, der Vater Huschas.
Das sind die Söhne Hurs, des Erstgeborenen von der Efrata, des Vaters, von Bethlehem. -
5 Und Aschhur, der Vater Tekoas, hatte zwei Frauen: Hela und Naara. 6 Und Naara gebar ihm Ahusam und Hefer und Temni und Ahaschtari. Das sind die Söhne der Naara. 7 Und die Söhne der Hela: Zeret, Jizhar und Etnan. - 8 Und Koz zeugte Anub und Zobeba und die Sippen Aharhels, des Sohnes Harums.

9 Und Jabez war angesehener als seine Brüder; und seine Mutter gab ihm den Namen Jabez, denn sie sagte: Mit Schmerzen habe ich ihn geboren. 10 Und Jabez rief den Gott Israels an und sagte: Daß du mich doch segnen und mein Gebiet erweitern mögest und deine Hand mit mir sei und du das Übel von mir fern hieltest, daß kein Schmerz mich treffe! Und Gott ließ kommen, was er erbeten hatte.
11 Und Kelub, der Bruder Schuhas, zeugte Mehir; der war der Vater Eschtons. 12 Und Eschton zeugte Betrafa und Paseach und Tehinna, den Vater der Stadt Nahasch; das sind die Männer von Recha.
- 13 Und die Söhne des Kenas: Otniel und Seraja. Und die Söhne Otniels: Hatat und Meonotai. 14 Und Meonotai zeugte Ofra; und Seraja zeugte Joab, den Vater des Tals der Handwerker, denn sie waren Handwerker. - 15 Und die Söhne Kalebs, des Sohnes des Jefunne: Iru, Ela und Naam. Und die Söhne Elas: Kenas.
- 16 Und die Söhne Jehallelels: Sif und Sifa, Tirja und Asarel.
- 17 Und die Söhne Esras: Jeter und Mered und Efer und Jalon. Und Jeter zeugte Mirjam und Schammai und Jischbach, den Vater Eschtemoas. 18 Und seine judäische Frau gebar Jered, den Vater Gedors, und Heber, den Vater Sochos, und Jekutiel, den Vater Sanoachs. Das sind die Söhne der Bitja, der Tochter des Pharao, die Mered zur Frau genommen hatte.
- 19 Und die Söhne der Frau des Hodija, der Schwester Nahams: der Vater Keilas, Hagarmi {der Garmiter}, und Eschtemoa, der Maachatiter.
- 20 Und die Söhne Schimons: Amnon und Rinna, Benhanan und Tilon.
- Und die Söhne Jischis: Sohet und Bensohet.

[Die Verse 21-23 nennen die Nachkommen Schelas, des Sohnes Judas - vgl. Kap.2,3.]
- 21 Die Söhne Schelas, des Sohnes Judas: Er, der Vater Lechas, und Lada, der Vater Mareschas; und die Sippen des Hauses der Byssusbearbeiter vom Hause Aschbea; 22 und Jokim und die Männer von Koseba; und Joasch und Saraf, die über Moab herrschten; und Jaschubilechem. Die Berichte sind aber alt. 23 Das waren die Töpfer und die Bewohner von Netaim und Gedera; sie wohnten dort bei dem König in seinem Dienst.

Der Stamm Simeon
1. Chronik 4,24-43 - vgl. 1. Mose 46,10:

24 Die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin, Jarib, Serach, Schaul; 25 dessen Sohn Schallum, dessen Sohn Mibsam, dessen Sohn Mischma. 26 Und die Söhne Mischmas: dessen Sohn Hammuel, dessen Sohn Sakkur, dessen Sohn Schimi. 27 Und Schimi hatte sechzehn Söhne und sechs Töchter; aber seine Brüder hatten nicht viele Söhne, und alle ihre Sippen vermehrten sich nicht so sehr wie die Söhne Judas.

Usw. ...

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Teil 3: SAMUEL - oder: Die Vorbereitungen zu Israels Monarchie
- Zeitraum: von 1100 bis 1050 vor Christus -

Samuels Familie
- in Ramatajimzofim, im Gebirge Ephraim -
1. Samuel 1,1+2:

1 Es war ein Mann von Ramatajimzofim, vom Gebirge Ephraim, und sein Name war Elkana [Elkana war ein ephraimitischer Levit aus der Levitenstadt Ramatajimzofim - vgl. 1. Chr. 6,18-20], ein Sohn des Jeroham, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter.
2 Und er hatte zwei Frauen: der Name der einen war Hanna und der Name der anderen Peninna; Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder.

Die Anbetungsbesuche in Silo
- in Silo -
1. Samuel 1,3-5:

3 Und dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinauf, um den HERRN der Heerscharen anzubeten und ihm in Silo zu opfern. Dort aber waren die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, Priester des HERRN.
4 Und es geschah immer an dem Tag, wenn Elkana opferte, dann gab er seiner Frau Peninna und all ihren Söhnen und Töchtern die ihnen zukommenden Anteile; 5 aber Hanna gab er den doppelten Anteil. Denn Hanna hatte er lieb; aber der HERR hatte ihren Mutterleib verschlossen.

Hannas Problem
1. Samuel 1,6-20a:

6 Und ihre Widersacherin reizte sie mit vielen Kränkungen, um sie zu demütigen, weil der HERR ihren Mutterleib verschlossen hatte.

7 So geschah es Jahr für Jahr, immer, wenn sie zum Haus des HERRN hinaufzog, reizte jene sie.
Dann weinte sie und aß nicht.
8 Aber Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum ißt du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?

9 Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Der Priester Eli aber saß auf einem Stuhl am Türpfosten des Tempels des HERRN. 10 Und sie war in ihrer Seele verbittert, und sie betete zum HERRN und weinte sehr. 11 Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: HERR der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen geben wirst, so will ich ihn dem HERRN alle Tage seines Lebens geben. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen. 12 Und es geschah, als sie lange vor dem HERRN betete, achtete Eli auf ihren Mund. 13 Hanna aber redete in ihrem Herzen. Nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme hörte man nicht. Da meinte Eli, sie sei betrunken,
14 und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du dich wie eine Betrunkene benehmen? Mach, daß du deinen Rausch los wirst!
15 Aber Hanna antwortete und sagte: Nein, mein Herr! Ich bin nichts anderes als eine betrübte Frau. Wein und Rauschtrank habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet. 16 Halte deine Magd nicht für eine verkommene Frau! Denn aus meinem großen Kummer und Herzeleid habe ich so lange geredet.
17 Eli antwortete und sagte: Geh hin in Frieden! Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfüllen, die du von ihm erbeten hast.
18 Sie sagte: Laß deine Magd Gunst finden vor deinen Augen! Und die Frau ging ihres Weges und aß und hatte nicht mehr ein so trauriges Gesicht.

19 Und sie machten sich am nächsten Morgen früh auf und beteten an vor dem HERRN.

Und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau; und der HERR dachte an sie. 20 Und Hanna wurde schwanger.

Die Geburt Samuels
- ca. 1100 vor Christus in Ramatajimzofim -
1. Samuel 1,20b-23:

20b Und als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn. Und sie gab ihm den Namen Samuel: Denn vom HERRN habe ich ihn erbeten.

21 Und der Mann Elkana zog mit seinem ganzen Haus wieder hinauf, um dem HERRN das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde zu erfüllen. 22 Aber Hanna ging nicht mit hinauf; sondern sie sagte zu ihrem Mann: Wenn der Junge entwöhnt ist, will ich ihn bringen, daß er vor dem HERRN erscheint und dort für immer bleibt.
23 Und ihr Mann Elkana sagte zu ihr: Tu, was gut ist in deinen Augen! Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast! Nur möge der HERR sein Wort aufrechthalten!
So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte.

Die Darbringung Samuels
- in Silo -
1. Samuel 1,24 - 2,11:

24 Und als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo - dazu drei Stiere und ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein - und brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Junge aber war noch jung. 25 Und sie schlachteten den Stier und brachten den Jungen zu Eli. 26 Und sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum HERRN zu beten.
27 Um diesen Jungen habe ich gebetet, und der HERR hat mir meine Bitte erfüllt, die ich von ihm erbeten habe. 28 So habe auch ich ihn dem HERRN wiedergegeben. All die Tage, die er lebt, soll er dem HERRN gehören.

Usw. ...

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Teil 4: SAUL und SAMUEL - oder:
Der Aufstieg und die Herrschaft König Sauls

- Zeitraum: von 1050 bis 1028 vor Christus -

SAUL - König von Israel
Geburt: ---
Regierungsantritt: ---
Regierungszeit: 40 Jahre lang - 1050-1010 v.Chr.

Israels Begehren nach einem König
- in Rama -
1. Samuel 8,4-22:

4 Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama. 5 Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze doch einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie es bei allen Nationen ist!
6 Und das Wort war übel in den Augen Samuels, daß sie sagten: Gib uns einen König, damit er Richter über uns sei! Und Samuel betete zum HERRN.
7 Der HERR aber sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, daß ich nicht König über sie sein soll. 8 Entsprechend all den Taten, die sie immer getan haben von dem Tage an, da ich sie aus Ägypten geführt habe bis zum heutigen Tag, daß sie mich verlassen und andern Göttern gedient haben, so machen sie es auch mit dir. 9 Und nun höre auf ihre Stimme! Doch warne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herrschen wird!
10 Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des HERRN. 11 Und er sagte: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen, um sie für seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen, 12 und um sie sich zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Fünfzig zu bestellen, damit sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeräte und seine Wagengeräte anfertigen. 13 Und eure Töchter wird er zum Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen. 14 Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben. 15 Und von euren Kornfeldern und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern und Beamten geben. 16 Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. 17 Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müßt seine Knechte sein. 18 Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Königs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwählt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten.
19 Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören. Und sie sagten: Nein, sondern ein König soll über uns sein, 20 damit auch wir sind wie alle Nationen, und daß unser König uns richtet und vor uns her auszieht und unsere Kriege führt.
21 Und Samuel hörte all die Worte des Volkes und sagte sie vor den Ohren des HERRN.
22 Und der HERR sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein!
Da sagte Samuel zu den Männern von Israel: Geht hin, jeder in seine Stadt!

Samuel begegnet Saul und erkennt, dass dieser vom Herrn zum König über Israel bestimmt ist
1. Samuel 9,1-25:

1 Und es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kisch, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes des Afiach, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener Mann. 2 Und er hatte einen Sohn, sein Name war Saul, jung und stattlich, und niemand von den Söhnen Israel war schöner als er. Er war einen Kopf größer als alles Volk.

3 Und die Eselinnen des Kisch, des Vaters Sauls, waren verlorengegangen. Und Kisch sagte zu seinem Sohn Saul: Nimm doch einen von den Knechten mit dir und mach dich auf, geh hin und suche die Eselinnen!
4 Und er zog durch das Gebirge Ephraim und zog durch das Land Schalischa, und sie fanden sie nicht. Und sie durchzogen das Land Schaalim, aber sie waren nicht da. Und er zog durch das Land Benjamin, und sie fanden sie nicht. 5 Als sie aber in das Land Zuf kamen, sagte Saul zu seinem Knecht, der bei ihm war: Komm, laß uns wieder umkehren, damit nicht etwa mein Vater von den Eselinnen abläßt und sich um uns Sorgen macht!
6 Der aber sagte zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes ist in dieser Stadt. Der Mann ist sehr angesehen. Alles was er sagt, trifft sicher ein. Laß uns dahin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft über unsern Weg, den wir gehen sollten!
7 Saul aber sagte zu seinem Knecht: Siehe, wenn wir hingehen, was wollen wir dem Mann bringen? Denn das Brot in unsern Beuteln ist verbraucht, und wir haben kein Geschenk, um es dem Mann Gottes zu bringen. Was haben wir?
8 Und der Knecht antwortete Saul noch einmal und sagte: Siehe, ich habe noch einen silbernen Viertelschekel bei mir; den will ich dem Mann Gottes geben, damit er uns über unsern Weg Auskunft gibt. 9 Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt und laßt uns zum Seher gehen! Denn den man heute Prophet nennt, nannte man früher Seher.
10 Da sagte Saul zu seinem Knecht: Dein Wort ist gut. Komm, laß uns gehen!

Und sie gingen in die Stadt, wo der Mann Gottes war. 11 Als sie eben die Anhöhe zu der Stadt hinaufstiegen, trafen sie Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen. Und sie sagten zu ihnen: Ist der Seher hier?
12 Sie antworteten ihnen und sagten: Ja, siehe, er ist schon vor dir da. Eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest auf der Höhe begeht! 13 Sowie ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn finden, bevor er zur Höhe hinaufgeht, um zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er gekommen ist; denn er segnet das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen. So geht hinauf, denn gerade heute werdet ihr ihn finden!
14 Da gingen sie zur Stadt hinauf.
Als sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Höhe hinaufzugehen. 15 Der HERR aber hatte dem Samuel das Ohr geöffnet, einen Tag bevor Saul kam, und gesagt: 16 Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden, den sollst du zum Fürsten über mein Volk Israel salben! Der wird mein Volk aus der Hand der Philister erretten. Denn ich habe die Not meines Volkes angesehen, und sein Geschrei ist vor mich gekommen. 17 Als nun Samuel Saul sah, teilte ihm der HERR mit: Siehe, da ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, daß er über mein Volk herrschen soll.
18 Da trat Saul im Tor auf Samuel zu und sagte: Zeig mir doch, wo hier das Haus des Sehers ist.
19 Samuel antwortete Saul und sagte: Ich bin der Seher. Geh vor mir auf die Höhe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen früh werde ich dich ziehen lassen! Und alles, was du auf dem Herzen hast, werde ich dir kundtun. 20 Und was die Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen verlorengegangen sind, so brauchst du dir um sie keine Sorgen zu machen, denn sie sind gefunden. Und wem gehört alles Kostbare Israels? Nicht dir und dem ganzen Haus deines Vaters?
21 Da antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter und aus einem der kleinsten Stämme Israels, und ist meine Sippe nicht die geringste unter allen Sippen des Stammes Benjamin? Warum sprichst du solche Worte zu mir?

22 Und Samuel nahm Saul und seinen Knecht und führte sie in die Halle. Und er gab ihnen einen Platz obenan unter den Geladenen; und das waren etwa dreißig Mann. 23 Und Samuel sagte zu dem Koch: Gib den Anteil her, den ich dir gegeben habe und von dem ich dir gesagt habe: Lege ihn bei dir zurück!
24 Da trug der Koch die Keule auf und was daran war und legte es Saul vor.
Und er sagte: Siehe, hier ist das Übriggebliebene! Leg dir vor und iß! Denn für diese Stunde ist es für dich aufbewahrt worden, als ich sagte: Ich habe das Volk geladen.
So aß Saul mit Samuel an diesem Tag.

25 Und sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab; und er redete mit Saul auf dem Dach.

Samuel salbt Saul zum König über Israel
- ca. 1050 vor Christus -
1. Samuel 9,26 - 10,1:

26 Und sie standen früh auf. Und es geschah, als die Morgenröte aufging, rief Samuel dem Saul auf dem Dach zu: Steh auf, daß ich dich geleite!
Und Saul stand auf, und die beiden, er und Samuel, gingen auf die Gasse hinaus. 27 Als sie an das Ende der Stadt hinabkamen, sagte Samuel zu Saul: Sag dem Knecht, daß er uns vorausgehe! Und er ging voraus. Du aber steh jetzt still! Ich will dich das Wort Gottes hören lassen. 10,1 Und Samuel nahm den Krug mit Öl und goß es auf sein Haupt, und er küßte ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt!

Usw. ...

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Teil 7: DAVID – König über Juda
ISCHBOSCHET – König über Israel

- Zeitraum: von 1010 bis 1003 vor Christus -

DAVID - König von Juda – König von Israel
Geburt: 1056 v.Chr.
Regierungsantritt: mit 30 Jahren
Regierungszeit: über Juda - 7 Jahre und 6 Monate lang – 1010-1003 v.Chr.
über Israel - 33 Jahre lang - 1003-970 v.Chr.

ISCHBOSCHET - König von Israel
Geburt: ---
Regierungsantritt: mit 40 Jahren
Regierungszeit: 2 Jahre lang - zwischen 1010-1003 v.Chr.

David erfährt vom Tod Sauls und Jonatans - Davids Klagelied
- um 1010 vor Christus in Ziklag -
2. Samuel 1,1-27:

1 Und es geschah nach dem Tode Sauls, als David von der Schlacht gegen Amalek zurückgekommen war, da blieb David zwei Tage in Ziklag.
2 Und es geschah am dritten Tag, siehe, da kam ein Mann aus dem Heerlager von Saul her. Seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf. Und als er zu David kam, fiel er zur Erde und huldigte ihm.
3 Und David sagte zu ihm: Woher kommst du?
Er sagte zu ihm: Aus dem Heerlager Israels bin ich entkommen.
4 Und David sagte zu ihm: Wie steht die Sache? Berichte mir doch!
Und er sagte: Das Volk ist aus dem Kampf geflohen, auch sind viele von dem Volk gefallen und umgekommen, und auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot.
5 Da sagte David zu dem jungen Mann, der ihm berichtete: Wie hast du erfahren, daß Saul und sein Sohn Jonatan tot sind?
6 Der junge Mann, der ihm berichtete, sagte: Ich geriet zufällig auf das Gebirge Gilboa, und siehe, Saul lehnte sich auf seinen Speer; und siehe, die Wagen und die Reiter holten ihn ein. 7 Da wandte er sich um, sah mich und rief mich, und ich sagte: Hier bin ich!
8 Und er sagte zu mir: Wer bist du?
Ich sagte zu ihm: Ich bin ein Amalekiter.
9 Da sagte er zu mir: Tritt doch her zu mir und gib mir den Todesstoß, denn ein Schwächeanfall hat mich ergriffen, doch mein Leben ist noch ganz in mir! 10 Da trat ich zu ihm und gab ihm den Todesstoß, denn ich erkannte, daß er nach seinem Fall nicht am Leben bleiben würde. Und ich nahm das Diadem, das er auf seinem Kopf hatte, und die Spange, die an seinem Arm war, und bringe sie hierher zu meinem Herrn.
11 Da faßte David seine Kleider und zerriß sie; das taten auch all die Männer, die bei ihm waren. 12 Und sie klagten und weinten und fasteten bis zum Abend um Saul und um seinen Sohn Jonatan und um das Volk des HERRN und um das Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren.
13 Und David sagte zu dem jungen Mann, der ihm berichtete: Woher bist du?
Er sagte: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings.
14 Und David sagte zu ihm: Wie, hast du dich nicht gefürchtet, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten des HERRN umzubringen?
15 Und David rief einen von den jungen Männern und sagte: Tritt heran, stoß ihn nieder! Da erschlug er ihn. So starb er.
16 Und David sagte zu ihm: Dein Blut komme auf deinen Kopf! Denn dein eigener Mund hat gegen dich ausgesagt, als du sprachst: Ich habe den Gesalbten des HERRN getötet.

17 Und David stimmte dieses Klagelied an über Saul und über Jonatan, seinen Sohn. 18 Und er befahl, daß man die Söhne Juda das Lied über den Bogen lehren solle. Siehe, es ist geschrieben im Buch Jaschar:

19 Deine Zierde, Israel, liegt erschlagen auf deinen Höhen!
wie sind die Helden gefallen!
20 Berichtet es nicht in Gat,
verkündet die Botschaft nicht auf den Straßen von Aschkelon,
daß sich nicht freuen die Töchter der Philister,
daß nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen!
21 Ihr Berge von Gilboa,
nicht Tau noch Regen falle auf euch,
ihr Berge des Todes!
Denn dort wurde besudelt der Schild der Helden,
der Schild Sauls nicht gesalbt mit Öl.
22 Ohne das Blut von Durchbohrten,
ohne das Fett der Helden
kam Jonatans Bogen nie zurück,
und auch Sauls Schwert kehrte nicht erfolglos heim.
23 Saul und Jonatan, die Geliebten und Holdseligen,
in ihrem Leben und in ihrem Tod sind sie ungetrennt;
sie waren schneller als Adler,
stärker als Löwen.
24 Ihr Töchter Israels, weint um Saul,
der euch köstlich kleidete in Karmesin,
der goldenen Schmuck an eure Kleider heftete!
25 Wie sind die Helden gefallen mitten im Kampf!
Jonatan liegt durchbohrt auf deinen Höhen.
26 Mir ist weh um dich, mein Bruder Jonatan!
Über alles lieb warst du mir.
Wunderbar war mir deine Liebe,
mehr als Frauenliebe.
27 Wie sind die Helden gefallen,
verlorengegangen die Waffen der Schlacht!

Davids Umzug nach Hebron
- um 1010 vor Christus von Ziklag nach Hebron -
2. Samuel 2,1-3:

1 Und es geschah danach, da befragte David den HERRN: Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen?
Und der HERR sprach zu ihm: Zieh hinauf!
Und David sagte: Wohin soll ich hinaufziehen?
Und er sprach: Nach Hebron!
2 Da zog David dort hinauf und auch seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, des Karmeliters. 3 Auch seine Männer, die bei ihm waren, ließ David hinaufziehen, jeden mit seinem Haus; und sie ließen sich in den Städten Hebrons nieder.

David wird König über Juda - Davids Botschaft an die Männer von Jabesch
- um 1010 vor Christus in Hebron -
2. Samuel 2,4-7:

4 Und die Männer von Juda kamen und salbten David dort zum König über das Haus Juda.

Und man berichtete David: Die Männer von Jabesch in Gilead sind es, die Saul begraben haben.
5 Da sandte David Boten zu den Männern von Jabesch in Gilead und ließ ihnen sagen: Gesegnet sollt ihr sein von dem HERRN, daß ihr diese Güte an eurem Herrn, an Saul, erwiesen und ihn begraben habt! 6 So erweise nun der HERR Güte und Treue an euch! Und auch ich will euch dieses Gute vergelten, weil ihr das getan habt. 7 Und nun laßt eure Hände erstarken und seid tapfere Männer! Denn Saul, euer Herr, ist tot. Auch hat mich das Haus Juda zum König über sich gesalbt.

Ischboschet wird König über Israel
- zwei Jahre lang zwischen 1010 und 1003 vor Christus in Mahanajim -
2. Samuel 2,8-11:

8 Abner aber, der Sohn des Ner, der Heeroberste Sauls, nahm Ischboschet, den Sohn Sauls, und brachte ihn hinüber nach Mahanajim. 9 Und er machte ihn zum König über Gilead und über die Asseriter, über Jesreel, über Ephraim, über Benjamin und über ganz Israel.
10 Vierzig Jahre war Ischboschet, der Sohn Sauls, alt, als er über Israel König wurde, und er war zwei Jahre König; nur das Haus Juda stand hinter David.

11 Und die Zahl der Tage, die David in Hebron über das Haus Juda König war, betrug sieben Jahre und sechs Monate.

Usw. ...

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