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Eine Harmonie der vier
Evangelien

nach der revidierten Elberfelder Bibel von 1985


Cover: Eine Harmonie der vier Evangelien
Seiten: 224
ISBN: 978-1-73081-813-4
Copyright der revidierten Elberfelder Bibel: Elberfelder Bibel 1985, © 1985 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen.

EBook (1. Aufl. 31. Okt. 2018) Bestellmöglichkeit:
"Evangelienharmonie" - für Kindle
Buch (2. Aufl. 3. Nov. 2018) Bestellmöglichkeit:
"Eine Harmonie ..." - 7x10"


"Eine Harmonie der vier Evangelien" beinhaltet den Text aller vier Evangelien. Dieser ist chronologisch geordnet und ineinander verwoben. Trotzdem wird keine Information der zugrunde liegenden Bibeltexte unterschlagen. Vermeintliche Widersprüche hilft der Verfasser zu klären. Das Werk lässt sich wie ein einziges Evangelium lesen. Viele Karten, Orts- und Zeitangaben ermöglichen die geografische und zeitliche Einordnung des Wirkens Jesu in die Geschichte.

Fazit: Ein unentbehrliches und bibeltreues Lese- und Nachschlagewerk zum Leben Jesu!

Überblick

Buchbesprechung:

Buchbesprechung zu "Eine Harmonie der vier Evangelien" aus Fundamentum, der Zeitschrift der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel - Heft 2/1995 - Abdruck mit freundlicher Genehmigung:

Bekanntlich gibt es im Neuen Testament vier Evangelien, die alle über das Leben Jesu berichten. Da es aber nur ein Leben Jesu gibt, haben schon manche Theologen versucht, dieses als eine fortlaufende, einheitliche Geschichte darzustellen. Bei diesem Versuch stößt man auf gewisse Schwierigkeiten, weil sich bestimmte Berichte der verschiedenen Evangelien zu widersprechen scheinen. Einfach haben es dabei die Theologen, die nicht von der Irrtumslosigkeit der Bibel ausgehen. Dass man aber von der ganzen Wahrheit und Genauigkeit der Bibel ausgehen und trotzdem eine "Harmonie der vier Evangelien" schreiben kann, zeigt Wolfgang Molzahn mit dem vorliegenden Buch.

Molzahn geht davon aus, dass da, wo wir solche scheinbaren Widersprüche entdecken, es an unserer Begrenztheit liegt und nicht an der Ungenauigkeit der Evangelien (S.III). Doch gibt er sich nicht einfach damit zufrieden, diese scheinbaren Widersprüche auf unsre Begrenztheit zurückzuführen. Manchmal lösen sich die Schwierigkeiten schon beim genauen Hinsehen, weil man dann entdeckt, dass es sich um verschiedene Begebenheiten handelt. Wann Molzahn davon ausgeht, dass die Berichte der verschiedenen Evangelisten vom selben Ereignis sprechen, erkennen wir daran, dass er sie als einen Bericht wiedergibt. So erkennt man z.B., dass er bei dem Bericht von der Blindenheilung (Mt. 20,29-34; Mk. 10,46-52; Lk. 18,35-43) der Deutung folgt, dass es sich in den drei Evangelien um ein und dieselbe Begebenheit handelt (S. 191f). Warum aber berichtet Lukas dann, dass dieses Ereignis geschah, als sie sich Jericho nahten, während Matthäus und Markus berichten, dass es beim Herausgehen aus Jericho geschah? Molzahn löst das Problem auf folgende Weise: "Und als er und seine Jünger aus [Alt] Jericho hinausgehen (auszogen) und sie sich [Neu] Jericho [Herodes der Große erbaute es] nahten, folgte ihm eine große Volksmenge. Und siehe, zwei blinde Bettler saßen am Weg. Einer davon war Bartimäus, der Sohn des Timäus" (S.192).

Molzahn hat diese "Harmonie", die eine Hilfe für das persönliche Bibelstudium sein soll, "nach bestem Wissen und Gewissen" zusammengestellt (S. III). Es geht ihm dabei um den "einfachen Bibelleser". "Eine Harmonie der vier Evangelien" soll vor allen Dingen ein Nachschlagewerk zu den Evangelien sein (und kann als solches auch Theologiestudenten eine Hilfe sein),

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kurze Einführung in die Evangelien (-Harmonie)

  1. Das Evangelium – die Evangelienberichte
  2. Die Verfasser der Evangelien
  3. Abfassungsort und -zeit der Evangelien
  4. Die Empfänger der Evangelien
  5. Anlass-/Zweckverse der Evangelien
  6. Einteilung zu den Evangelien
  7. Allgemein- und Sondergut der Evangelien
  8. Die Zeitangaben der Evangelien
  9. Die Ordnung der Evangelientexte

Tabellen:

Einleitende Bibelworte zur Evangelienharmonie

Text der Harmonie der vier Evangelien

Anhang:

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Teil 1: Geburt und Kindheit Jesu

- von ca. 7 v. Chr. bis 6 n. Chr. -

Vorwort und Widmung zum Lukasevangelium
Lukas 1,1-4:

Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben, wie sie uns die überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Reihe nach zu schreiben, damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.

Die Vorfahren Jesu ("väterlicherseits")
Matthäus 1,1-17:

Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.

Abraham zeugte Isaak; Isaak aber zeugte Jakob, Jakob aber zeugte Juda und seine Brüder; Juda aber zeugte Perez und Serah von der Thamar; Perez aber zeugte Hezron, Hezron aber zeugte Ram, Ram aber zeugte Amminadab, Amminadab aber zeugte Nahesson, Nahesson aber zeugte Salma, Salma aber zeugte Boas von der Rahab; Boas aber zeugte Obed von der Ruth; Obed aber zeugte Jesse, Jesse aber zeugte David, den König. David aber zeugte

Salomo von der Frau des Uria; Salomo aber zeugte Rehabeam, Rehabeam aber zeugte Abia, Abia aber zeugte Asa, Asa aber zeugte Josaphat, Josaphat aber zeugte Joram, Joram aber zeugte [Ahasja, Ahasja aber zeugte Joasch, Joasch aber zeugte Amazja, Amazja aber zeugte - vgl. 1. Chronik 3,11+12;] Usia [ = Asarja - vgl. 2. Chronik 26,1+2], Usia aber zeugte Jotham, Jotham aber zeugte Ahas, Ahas aber zeugte Hiskia, Hiskia aber zeugte Manasse, Manasse aber zeugte Amon, Amon aber zeugte Josia, Josia aber zeugte [Jojakim, Jojakim aber zeugte - vgl. 2. Könige 23,34] Jojachin und seine Brüder um die Zeit der Wegführung nach Babylon.

[Matthäus gebraucht "zeugte" im Sinne von "stammte von ... ab". Hinzu kommt, daß er "drei mal vierzehn Geschlechter" benötigte, um damit eine symbolische Aussage zu machen.]

Nach der Wegführung nach Babylon aber zeugte Jojachin Schealthiel, Schealthiel aber zeugte Serubabbel, Serubbabel aber zeugte Abiud, Abiud aber zeugte Eljakim, Eljakim aber zeugte Asor, Asor aber zeugte Zadok, Zadok aber zeugte Achim, Achim aber zeugte Eliud, Eliud aber zeugte Eleasar, Eleasar aber zeugte Matthan, Matthan aber zeugte Jakob, Jakob aber zeugte Joseph, den Mann Marias, von welcher Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.

So sind nun alle Geschlechter von Abraham bis auf David vierzehn Geschlechter
und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Geschlechter
und von der Wegführung nach Babylon bis auf den Christus vierzehn Geschlechter.

Die Vorfahren Jesu (mütterlicherseits)
Lukas 3,23b-38:

Jesus war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli [= der Schwiegervater Josephs], des Matthat, des Levi, des Melchi, des Jannai, des Joseph, des Mattathias, des Amos, des Nahum, des Hesli, des Naggai, des Maath, des Mattathias, des Schimi, des Josech, des Joda, des Johanan, des Resa, des Serubbabel, des Schealtiel, des Neri, des Melchi,

des Addi, des Kosam, des Elmadam, des Er, des Jesus, des Elieser, des Jorim, des Matthat, des Levi, des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonam, des Eljakim, des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan,

des David, des Jesse, des Obed, des Boas, des Salma, des Nahesson, des Amminadab, des Admin, des Arni, des Hezron, des Perez, des Juda, des Jakob, des Isaak, des Abraham,

des Tharah, des Nahor, des Sarug, des Ragu, des Phalek, des Eber, des Salah, des Kainam, des Arphachsad, des Sem, des Noah, des Lamech, des Methusala, des Henoch, des Jaret, des Malaleel, des Kainam, des Enos, des Seth, des Adam, des Gottes.

Usw. ...

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Teil 3: Ankündigung und Einführung Jesu

- Frühling bis Herbst 26 n. Chr. -

Das erste Auftreten Johannes des Täufers
- 26 nach Christus in der ganzen Landschaft am Jordan und in der Wüste Judäa -
Matthäus 3,1-6; Markus 1,1-6; Lukas 3,1-6; Johannes 1,6:

Anfang des Evangeliums Jesu Christi.

Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa und sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene, unter dem Hohenpriestertum von Hannas und Kaiphas, geschah das Wort Gottes zu Johannes dem Täufer, dem Sohn des Zacharias, in der Wüste.
Und er kam, von Gott gesandt, in jenen Tagen in die ganze Landschaft am Jordan und predigte in der Wüste von Judäa die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, taufte und sprach: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet wurde, der sprach - geschrieben im Buch der Worte Jesajas, des Propheten - : `Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg bereiten wird. Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme wird zum geraden Weg und die holprigen zu ebenen Wegen werden; und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.

Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.

Da gingen zu ihm hinaus alle Einwohner Jerusalems und das ganze judäische Land und die ganze Umgegend des Jordan; und sie wurden von ihm im Jordan getauft, indem sie ihre Sünden bekannten.

Johannes des Täufers gewaltige Bußpredigt
Matthäus 3,7-10; Lukas 3,7-14:

Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen und den Volksmengen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Bringt nun der Buße würdige Früchte; und denkt und beginnt nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt, jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir denn tun?
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider hat, teile dem mit, der keines hat; und wer Speise hat, tue ebenso.

Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: Lehrer, was sollen wir tun?
Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt ist.

Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und wir, was sollen wir tun?
Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt, und erpreßt niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold.

Johannes des Täufers Hinweis auf den Messias
Matthäus 3,11+12; Markus 1,7+8; Lukas 3,15-18; Johannes 1,7+8:

Als aber das Volk in Erwartung war und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob er nicht etwa der Christus sei, antwortete Johannes allen und predigte und sprach: Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; es kommt aber nach mir ein Stärkerer als ich, und ich bin nicht würdig, weder seine Sandalen zu tragen, noch ihm gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. Seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.

Indem er nun auch mit vielem anderen ermahnte, verkündigte er dem Volk gute Botschaft.

So kam Johannes zum Zeugnis. Er zeugte von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er kam, daß er zeugte von dem Licht.

Die Taufe Jesu
Matthäus 3,13-17; Markus 1,9-11; Lukas 3,21-23a:

Und es geschah in jenen Tagen:

Als das ganze Volk getauft wurde, kam Jesus von Nazareth in Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.
Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden. Und du kommst zu mir?
Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt so sein; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.
Dann läßt er es ihm zu.
Und als Jesus von Johannes getauft war, stieg er sogleich betend aus dem Wasser herauf, daß der Himmel aufgetan wurde und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt, wie eine Taube, auf ihn herabstieg.
Und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes in leiblicher Gestalt, wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam aus den Himmeln, welche sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden (Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe - vgl. Joh 5,37.).

Und er selbst, Jesus, war ungefähr dreißig Jahre alt, als er auftrat.

Usw. ...

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Teil 10: Jesu letzter Dienst in Jerusalem

- vom 2. - 6. April 30 n. Chr. -

- Sonntag, den 2. April 30 nach Christus -

Einzug in Jerusalem - Zweite Tempelreinigung
- Jerusalem und Umgebung -
Matthäus 21,1-17; Markus 11,1-11; Lukas 19,29-46; Johannes 12,12-19:

Am folgenden Tag, als sie sich Jerusalem (Bethphage und Bethanien gegen den Ölberg hin) nahten und nach Bethphage kamen, an den Ölberg (gegen den Berg hin, der Ölberg genannt wird), da sandte Jesus zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt; und sogleich, wenn ihr dort hineinkommt, werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen, auf dem noch kein Mensch je gesessen hat, bei ihr. Bindet sie los und führt sie zu mir her! Und wenn jemand (zu) euch fragt (sagt): Warum tut ihr dies - warum bindet ihr sie los? so sagt (sollt ihr sprechen - sprecht so zu ihm): Der Herr braucht sie und sendet sie gleich wieder hierher.

Und die Abgesandten gingen hin und fanden eine Eselin und ihr Fohlen angebunden an der Tür draußen auf dem Weg, wie er ihnen gesagt hatte, und sie banden sie los.
Als sie aber die Eselin und das Fohlen losbanden, sprachen deren Herren zu ihnen: Warum bindet ihr sie los?
Sie aber sprachen: Der Herr braucht sie.
Und einige von denen, die dort standen, sagten zu ihnen: Was tut ihr, daß ihr die Eselin und das Fohlen losbindet?
Sie aber sprachen zu ihnen, wie Jesus gesagt hatte.
Und sie ließen sie gewähren.
Und sie führten (brachten) die Eselin und das Fohlen zu Jesus und legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf (setzten Jesus darauf).
Während er aber hinzog, ging eine sehr große Volksmenge (viele), die zu dem Fest gekommen war und hörte, daß Jesus nach Jerusalem komme, aus Jerusalem hinaus, ihm entgegen und breitete ihre Kleider auf dem Weg aus, andere aber streuten Palmzweige auf den Weg, die sie auf den Feldern von den Bäumen abschnitten (hieben).

Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, der spricht (wie geschrieben steht): `Sagt der Tochter Zion: Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einer Eselin reitend (sitzend), und zwar auf einem Fohlen, des Lasttiers Jungen.

Dies verstanden seine Jünger zuerst nicht; jedoch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, daß dies von ihm geschrieben war und sie ihm dies getan hatten.
Es bezeugte nun die Volksmenge, die bei ihm war, daß er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt habe. Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie hörten, daß er dieses Zeichen getan hatte.
Da sprachen die Pharisäer zueinander: Ihr seht, daß ihr gar nichts ausrichtet; siehe, die Welt ist ihm nachgegangen.

Und als er sich schon dem Abhang des Ölbergs nahte, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie gesehen hatten, und sie sagten: `Gepriesen sei der König, der da kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe!
Und einige der Pharisäer aus der Volksmenge sprachen zu ihm: Lehrer, weise deine Jünger zurecht.
Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.
Die Volksmengen aber, die vor ihm hergingen und nachfolgten, schrieen (riefen) und sprachen: Hosanna dem Sohn Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, und der König Israels! Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in der Höhe!

Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie, und sprach: Wenn auch du an diesem Tag erkannt hättest, was zu deinem Frieden dient! Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn Tage werden über dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln und dich von allen Seiten einengen; und sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem anderen lassen, dafür daß du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.

Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser?
Die Volksmengen aber sagten: Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa.

Und Jesus zog (trat) in den Tempel Gottes ein. Und als er eingetreten war, fing er an, und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.
Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: `Mein Haus ist (wird) ein Bethaus (genannt werden); ihr aber habt es zu einer `Räuberhöhle gemacht.

Und es traten Blinde und Lahme in dem Tempel zu ihm, und er heilte sie.
Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosanna dem Sohn Davids! wurden sie unwillig und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen?
Jesus aber sprach zu ihnen: Ja, habt ihr nie gelesen: `Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet?

Und als er über alles umhergeblickt hatte, verließ (ging) er sie, da es schon spät an der Zeit war, und ging mit den Zwölfen zur Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort.

Usw. ...

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Teil 11: Jesu Leiden und Sterben für alle Menschen

- am 7. und 8. April 30 n. Chr. -

- Freitag, den 7. April 30 nach Christus -

Gefangennahme
- um Mitternacht im Garten Gethsemane -
Matthäus 26,47-56; Markus 14,43-52; Lukas 22,47-53; Johannes 18,2-12:

Aber auch Judas, der ihn überlieferte, wußte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammen war.

Und sogleich, während Jesus noch redete, siehe, da kam eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten des Volkes, und der, welcher Judas hieß, einer von den Zwölfen, der die Schar [die Abteilung der Tempelwache] und von den Hohenpriestern und Pharisäern Diener genommen hatte, mit Leuchten und Fackeln und Waffen dahin (herzu). Er ging vor ihnen her.
Der ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Wen ich küssen werde, der ist es. Den ergreift, und führt ihn sicher fort!

Jesus nun, der alles wußte, was über ihn kommen würde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr?
Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazoräer.
Er spricht zu ihnen: Ich bin's.
Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin's, wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie wieder: Wen sucht ihr?
Sie aber sprachen: Jesus, den Nazoräer.
Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin; wenn ihr nun mich sucht, so laßt diese gehen; damit das Wort erfüllt würde, das er sprach: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren.

Aber auch Judas, der ihn überlieferte, stand bei ihnen. Und er nahte sich Jesus, um ihn zu küssen.
Jesus aber sprach zu ihm: Judas, überlieferst du den Sohn des Menschen mit einem Kuß?
Und sogleich trat er (Und als er kam, trat er sogleich) zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi! und küßte ihn.
Jesus aber sprach zu ihm: Freund, wozu bist du gekommen!
Dann traten sie heran und legten die (ihre) Hände an Jesus und ergriffen ihn.

Als aber die, welche um ihn waren, sahen, was es werden würde, sprachen sie: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?
Und siehe, einer der Dabeistehenden von denen, die mit Jesus waren, Simon Petrus, der ein Schwert hatte, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Knechtes aber war Malchus.
Jesus aber antwortete und sprach: Laßt es so weit! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn.
Da [Dann] sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert wieder in die Scheide (an seinen Ort)! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? [Und] Den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, soll ich den nicht trinken? Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, daß es so geschehen muß?

Und in jener Stunde sprach Jesus zu den Volksmengen, den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und Ältesten, die gegen ihn gekommen waren: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen? Als ich täglich bei euch im Tempel saß (war) und lehrte, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt und mich nicht gegriffen (ergriffen); aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden.

Die Schar [die Abteilung der Tempelwache] nun und der Oberst [ihr Kommandant] und die Diener der Juden nahmen Jesus und banden ihn. Da (Und es) verließen ihn die Jünger alle und flohen.

Und ein junger Mann, der ein Leinenhemd um den bloßen Leib geworfen hatte, folgte ihm, und sie ergriffen ihn. Er aber ließ das Leinenhemd fahren und floh nackt.

Inoffizielles Vorverhör bei Hannas
- um ca. 1 Uhr in Jerusalem -
Lukas 22,54a; Johannes 18,13+14 + 19-23:

Sie ergriffen ihn aber und führten ihn hin und brachten ihn zunächst in das Haus des Hohenpriesters Hannas, denn er war Schwiegervater des Kaiphas, der jenes Jahr Hoherpriester war. Kaiphas aber war es, der den Juden geraten hatte, es sei nützlich, daß ein Mensch für das Volk sterbe.

Der Hohepriester nun fragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.
Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe allezeit in der Synagoge und in dem Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet. Was fragst du mich? Frage die, welche gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe.
Als er aber dies sagte, gab einer der Diener, der dabeistand, Jesus einen Schlag ins Gesicht und sagte: Antwortest du so dem Hohenpriester?
Jesus antwortete ihm: Wenn ich schlecht geredet habe, so gib Zeugnis von dem Schlechten; wenn aber recht, was schlägst du mich?

Verhör vor Kaiphas - Petrus und Johannes folgen Jesus
- zwischen 2 und 3 Uhr in Jerusalem im Amtspalast des Kaiphas -
Matthäus 26,57-68; Markus 14,53-65; Lukas 22,54b+63-65; Johannes 18,15.16+24:

Hannas nun sandte Jesus gebunden zu Kaiphas, dem Hohenpriester, wo alle Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren (versammeln sich). Und die, die ihn gegriffen hatten, führten ihn hin.

Simon Petrus aber folgte Jesus von fern bis zum Hof des Hohenpriesters und ein anderer Jünger. Dieser Jünger aber war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein in den Hof des Hohenpriesters. Petrus aber stand an der Tür draußen. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und sprach mit der Türhüterin und führte Petrus hinein. Und Petrus ging hinein und er saß mit bei (setzte sich zu) den Dienern, um den Ausgang zu sehen, und wärmte sich am Feuer.

Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; und sie fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Denn viele legten falsches Zeugnis gegen ihn ab, und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend.

Zuletzt aber traten zwei falsche Zeugen herbei (Und einige standen auf), legten gegen ihn falsches Zeugnis ab und sprachen: Wir hörten ihn sagen (Dieser sagte): Ich kann und werde diesen Tempel Gottes, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in drei Tagen werde ich einen anderen (ihn) aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist.
Und auch so war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend.
Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte Jesus und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was zeugen diese gegen dich?
Jesus aber schwieg und antwortete nichts. Und der Hohepriester fragte ihn wieder und sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes (des Hochgelobten)!
Jesus aber sprach zu ihm: Du hast es gesagt. Ich bin es! Doch ich sage euch: Von nun an (Und ihr) werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf (mit) den Wolken des Himmels.
Da zerriß der Hohepriester (aber zerriß) seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. Was meint ihr?
Sie aber antworteten und verurteilten (sprachen) ihn alle: Er ist des Todes schuldig.

Und die Männer, die ihn festhielten, fingen an (Dann fingen einige an) ihn zu verspotten und ihn in sein Angesicht zu speien und ihn mit Fäusten zu schlagen. Und als sie sein Angesicht verhüllt hatten und ihn mit Fäusten ins Gesicht schlugen, fragten sie ihn und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug? Und vieles andere sagten sie lästernd gegen ihn.
Und die Diener schlugen ihn ins Gesicht.

Usw. ...

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